über mich
1974 wurde ich in der stadt dahme/mark in brandenburg geboren.
aufgewachsen bin ich in einem kleinen dorf zwischen luckau und finsterwalde.
meine familie war nicht gerade mit wohlstand gesegnet, deshalb musste ich lange auf mein erstes intrument warten. es war eine kleine quetsche, die ich aber aus technischem interesse, wie alles andere, was ich in die finger bekam, demontierte. dann war erstmal schluß mit der musik.
in der Schule habe ich dann - als einzigerjunge - im schulchor gesungen. ansonsten habe ich die restliche schulzeit relativ unbeschadet überstanden.
weil meine eltern der ansicht waren, auch ich müsse etwas anständiges lernen, habe ich nach der schule eine ausbildung zum forstwirt gemacht. hier traf ich auch mein alter ego und wir beschlossen zusammenzu bleiben. wir kauften uns eine gitarre, die wir dann im wald ausprobierten.
nach der lehre arbeitete ich in der holzbude in baruth/mark.
meine freunde gründeten eine band und ich durfte auch mitmachen. wir gaben ihr den vieldeutigen namen mondphase. bevor wir berühmt werden konnten, beschlossen wir uns in alle winde zu zersteuen.
ich zog nach berlin und wollte etwas anständiges lernen.
seit einigen jahren arbeite ich als erzieher.
in den letzten jahren habe ich eine künstlerische pause eingelegt.
aber jetzt möchte ich wieder neu beginnen.
zur zeit schreibe ich neue Lieder und beschäftige mich mit neuen Aufnahmen.
seit 2011 spiele ich auch wieder mit band ... mehr
Mi
25
Jan
2012
Kitaplatz in Friedrichshain - Teil 4
Nach monatelangem herumtelefonieren, Sprechen auf Anrufbeantworter, einholen aller relevanten Informationen - online (wenn vorhanden) oder offline (höchst persönlich), nach hoffnungsvollem Warten auf Rückrufe die nicht kamen, will ich hier mal einen kleinen Zwischenstand vermerken:
Es ist fast geschafft. Meine Tochter steht auf diversen Wartelisten. So genau weiß ich auch nicht auf wie vielen. Es sind mindestens fünf, wahrscheinlich noch mehr. Man verliert da leicht den Überblick.
Inzwischen kenn ich ja die Hälfte der Friedrichshainer Kitaleiterinnen beim Namen, weiß ihre Geburtstage und was man sonst noch so alles im Netz veröffentlicht. Auf einer Warteliste sind wir sogar schon um ein Jahr vorgerutscht weil ich jemanden kenne der jemanden kennt der jemanden kennt ...
In den Telefonaten - bloß gut dass es eine Flatrate gibt - habe ich selbstverständlich die Vorzüge meiner wohlerzogenen Tochter gepriesen und wie sehr sie doch den Kitalltag bereichern würde.
Sollte sich in den nächsten Wochen noch nichts tun dann gehe ich zu Phase 2 über: Blumen und Pralinen
Also dranbleiben
Anton
Mo
21
Nov
2011
Kitaplatz in Friedrichshain - Teil 3
Zwischenstand nach einer Woche Kitaplatzsuche: Ich brauche eine Sekretärin, die - natürlich unentgeldlich - alle Kitas für mich abtelefoniert.
Das Problem ist oftmals, das man niemanden erreicht oder nur die Köchin am Telefon ist oder der Anrufbeantworter.
26 Kitas in der näheren Umgebung habe ich mehrmals angerufen. Davon waren 12 Absagen für meinen Wunschtermin März 2012. Zwei Kitas (Kinderläden) nehmen Kinder erst ab einem Alter von zwei Jahren auf.
Die meisten Kitas, bei denen ich eine Absage erhielt, haben erst ab August 2013 wieder Plätze frei. Vielleicht, so genau weiß man das ja nie. Viele haben eine Warteliste (also Warteliste für August 2013). Kita "Ich-sag-jetz-nicht-welche-weil-ich-nicht-weiß-ob-ichs-darf" hat schon 65 Anmeldungen für August 2013.
In einer Kita gibt es ab Sommer 2012 schon Plätze, allerdings auch mit langer Vormerkliste und in zwei Einrichtungen darf ich Ende des Jahres nochmal nachfragen. Wenn ich Glück habe, bekomme ich sogar von einer Kita einen Rückruf. Na wenn das kein Grund zum Feiern ist.
Was mich jedoch am meisten verwundert: 12 Kitas konnte ich gar nicht erreichen, weil keiner rangeht oder nur der AB.
Der Vollständigkeit halber muss ich schreiben, dass meine Tochter schon auf einer Vormerkliste steht, weil meine Frau so klug war und diese ganze Prozedur bereits durchlaufen hat. Für August 2012. Ich suche März 2012.
Harte Fakten:
Und ich dachte wir Friedrichshainer hatten da ein Alleinstellungsmerkmal. Aber ach: In Lichtenberg fehlen z.Zt. 1100 Kitaplätze. Und ich wollte schon nach Lichtenberg ausweichen.
Also dranbleiben!
Anton
Do
10
Nov
2011
Kitaplatz in Friedrichshain - Teil 2
Heute habe ich nun den ersten schritt getan und einen Antrag für einen Gutschein abgegeben. Den Kitaplatz muss man sich dann natürlich selber suchen. Der Gutschein - früher hieß das Bescheid und nichts anderes ist das ja auch, es klingt nur etwas moderner und serviceorientierter - ist nur die inanzierungszusage für einen Kitaplatz.
Der Träger einer Kita bekommt pro Platz ein Platzgeld zwischen 437,00 € und 866,00 €, je nach Alter und Betreungsumpfang des Kindes. Die Eltern müssen sich finanziell nach ihren Möglichkeiten beteiligen. Wenn das Kind 3 Jahre alt ist, dann zahlen die Eltern nur noch den Verpflegungsbeitrag von 23,00 €.
Die Sachbearbeiterin im Bezirksamt war jedenfalls ganz nett und ich glaube sie wollte mich wohl nicht gleeich so enttäuschen. Mit Blick auf den Antrag - am 1. März wird der Platz benötigt - war sie voller Hoffnung für uns.
In Berlin fehlen z.Zt. 22 000 Kitaplätze, schätzt die Senatsverwaltung. ab heute sind es 22 001.
Also erstmal: Dranbleiben!
Do
10
Nov
2011
Kitaplatz in Friedrichshain
Ich suche einen Kitaplatz für meine Tochter. Das ist ja nichts ungewöhnliches. Tausende anderer Eltern sind täglich auf der Suche nach einem Kitaplatz. Die Besonderheit an meiner Suche ist:
Wir, meine Tochter, ich und der Rest der Mischpoke, wohnen in Berlin-Friedrichshain. Das macht die ganze Angelegenheit spannend. Noch spannender ist das Datum für den Betreuungsbeginn: Mitten im Kitajahr (analog zum Schuljahr) am 1. März 2012. Da muss ich eigentlich wieder arbeiten gehen nach dem Ende der Elternzeit.
Und damit die ganze Spannung nicht verloren geht, lasse ich den Rest der Welt an diesem Projekt teilhaben.
Auf das nichts verloren gehe in der ewigen Web-Hemisphäre.
anton seidelbast liedermacher
aus
berlin